Trainingsstall "Zum Matthiasl" - Alexander Madl, Bischofsreut

 

Jungpferde

Eine aufbauende Bodenarbeit legt den Grundstein einer soliden Pferd-Mensch-Beziehung. Vertrauen, Respekt und Kontrolle geben Sicherheit. Diese Sicherheit dem Pferdebesitzer zu vermitteln, gehört zum Job eines Trainers wie die Arbeit mit dem Pferd. Deshalb kann bei uns jeder Pferdebesitzer beim Training seines Tieres dabei sein.

Bodenarbeit

Trainingsstall "Zum Matthiasl" - Alexander Madl, BischofsreutBei der Arbeit im Roundpen möchte ich Vertrauen aufbauen und den nötigen Respekt einfordern. Erst dann wird sich das Pferd "kontrollieren" lassen. Knotenhalfter und Lead Rope sind bei der Bodenarbeit das wichtigste Arbeitszeug für mich. Durch die Kontrolle der Hinterhand, kontrolliert man den "Motor des Pferdes". Durch die Kontrolle von Kopf/Hals-Bereich und Schulter bekomme ich Kontrolle über die "Lenkung" des Pferdes.

„Bodycontroll ist not a big thing, it is everything“. Bob Avila.

Aussacken ist ein wichtiger Teil der Bodenarbeit, hier lernt das Pferd mit ungewohnten Reizen umzugehen, ein oft großer Schritt für das Fluchttier Pferd.

Erstes Satteln ist nach einer guten Vorbereitung durch aussacken für die meisten Pferde kein Problem.

Das "Fahren vom Boden" (ähnlich wie Doppellonge) bereitet Jungpferde optimal auf den ersten Ritt vor. Richtungswechsel, Anhalten, Rückwärtsrichten, Weichen des Druckes; all die Dinge, die wir einzeln in Schritten ausgearbeitet haben, setzen sich hier zusammen, fehlt nur noch das Reitergewicht.

Erster Ritt

Trainingsstall "Zum Matthiasl" - Alexander Madl, BischofsreutBeim ersten Aufsteigen achte ich darauf, dass das Pferd ausbalanciert steht und nicht der erste Schritt unter mir ein "wackliger" wird.

Nachdem das Pferd sich an das Reitergewicht gewöhnt hat, lenke ich es, wie beim Fahren vom Boden, mit dem direkten Zügel und vermeide beidseitigen Zügeldruck.

Durch einfache, auf die Reaktion des Pferdes abgestimmte Zügel und Beinhilfen möchte ich wieder Kontrolle über Vor- bzw. Hinterhand erlangen. Wenn sich unser Jungpferd Schritt, Trab, Galopp lenken lässt, gehe ich über dem Pferd eine Dehnungshaltung anzubieten oder es vorwärts-abwärts zu Strecken. Es gibt mehrere Möglichkeiten dies zu erreichen, wichtig ist, wie bei allen Hilfen, dass sie aufbauend zum Trainingsplan passen.

Sobald das Pferd in allen Gangarten vorwärts-abwärts läuft, und sich taktrein und losgelassen bewegt ist es an der Zeit sich um die "Form" zu kümmern. Seitliche Stellung, Biegung, Nachgiebigkeit, vermehrtes Untertreten der Hinterhand und einfache Seitengänge gehören ebenso zu unserem Jungpferdetraining.

Gerne können sie beim Training dabei sein , da dies nur ein grober Überblick ist, und manche Dinge oft erst durch zuschauen klarer werden.

Jungpferdearbeit ist aufbauende Arbeit, Schritt für Schritt, und nur so fair und verständlich für unseren Vierbeiner.